18 Kalorien pro 100 Gramm bei 0,4 Gramm Fett: Das ist Wow. Feldsalat ist regelrecht ein Schlankmacher und dabei reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Bald ist es wieder so weit: Das gesunde Grün bereichert ab dem Spätherbst mit seiner frischen grünen Farbe und den unverkennbaren Blättern jeden Salatteller. Der Feldsalat, auch genannt Rapunzel, Mausohr oder Nüsslisalat, heißt mit botanischem Namen „Valerianella locusta“ und gehört zu den Baldriangewächsen.
Wachstum als Rosette
Bei der Ernte ist der Feldsalat gut von anderen Salaten zu unterscheiden, denn er wächst zu einer Rosette heran mit im Schnitt drei bis fünf Zentimeter großen Blättern und Stängeln, die bis zu 15 Zentimeter erreichen können. Feldsalat, der gerettet wird, ist nicht immer in einem ganz frischen Zustand. Deshalb ist Eile bei der Verarbeitung geboten, denn der Salat ist nicht sehr lange haltbar. Gut aufgehoben ist er in einem nassen Trockentuch im Kühlschrank, womit er am besten seine Frische behält.

Herzhaft mit pfiffigem Dressing als Beilage: der Feldsalat. (Foto: Hunkemöller)
Die Liste der guten Inhaltsstoffe ist lang. Eisen, Beta-Carotin, Vitamin C, Folsäure, Kalium, Calcium, Magnesium gehören dazu. Das ätherische Baldrianöl ist der Bestandteil, der den Feldsalat mit dem einzigartigen nussigen Geschmack versorgt. Mit 62 Milligramm Jod pro 100 Gramm macht der Salat Fisch und Meeresfrüchten richtig Konkurrenz. Vor dem Verzehr ist es wichtig, den Salat gut zu waschen. Durch den rosettenförmigen Wuchs sammeln sich in der Mitte der Pflanze gerne Erde- und Sandreste, die gut ausgespült werden müssen. Nach dem gründlichen Waschen sollte die feine Wurzel so abgeschnitten werden, dass die Rosette erhalten bleibt.
Rapunzel ist winterfest
Feldsalat war früher nicht jedermanns Freund, denn er war in weiten Teilen Eurasiens als Unkraut eher unbeliebt und ärgerte die Bauern, die das schnell wachsende Grün von ihren Äckern entfernten. Erst seit rund 100 Jahren werden Feldsalatsorten hinzulande in der Hauptsache ab Herbst bis in den März hinein angebaut, denn Rapunzel trotzt bestens der Kälte und verträgt Frost meist, ohne Schaden zu nehmen. Feldsalat, den es hier zu kaufen gibt, stammt meist aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
Deftige Begleiter
Ein feines Dressing rundet den vollmundigen Feldsalat aufs Beste ab. 4 Esslöffel Olivenöl, 2 Esslöffel Senf, ein Esslöffel Honig und, ganz nach Geschmack, Salz und Pfeffer bilden eine schnell zubereitete Salatsoße mit Zutaten, die jeder zu Hause hat. Als Begleiter eignen sich auch 100 Gramm durchwachsener Speck und eine Zwiebel, die in etwas Öl leicht angebraten und dann mit dem Dressing zum Salat gegeben werden. Für die warme Jahreszeit fügen sich bestens 50 Gramm gehackte Wal- oder Haselnüsse sowie ein in kleine Stückchen geschnittener Apfel in das Ensemble ein. Beides nach dem Anbraten von Speck und Zwiebeln kurz in der Pfanne rösten und warm auf die Rapunzel geben. Dann wird aus dem grünen Salat mit deftigen Zutaten schnell ein schmackhaftes Hauptgericht.